"This is the Neuzeit!", erklären I Heart Sharks auf ihrem Debütalbum "Summer". Und tatsächlich, die Platte vermittelt auf subtile Weise einen zukunftsweisenden, kosmopolitischen Charme. Ist auch nur logisch - schließlich hat das Indietronic-Trio zwar in Berlin zusammengefunden, ist dorthin aber auf sehr unterschiedlichen Wegen gelangt. Die Bandmitglieder Pierre, Simon und Georg sind in London, Amerika und Bayern aufgewachsen. Die Texte wechseln somit ganz organisch zwischen deutscher und englischer Sprache hin und her und da Pierre Halbfranzose ist, mischt sich auch schon mal ein Fetzen Französisch dazwischen ("Rien Ne Va Plus"). Eingebettet ist Pierres distinguierter Gesang in bunte Wattebäusche aus Synthesizer-Sounds, gelegentlichem Gitarren-Geschrammel und tanztauglichen Beats. Zwischen Britpop und Electronica haben die Berliner ihre ganz eigene, vorwärtsdrängende Mischung gefunden, die laut nach durchtanzten Nächten schreit.
Einen unterschiedlicheren musikalischen Hintergrund können die Mitglieder einer einzigen Band kaum haben: WhoMadeWho-Schlagzeuger Tomas Barfod war vor der Gründung der Band im Jahr 2003 ein gefragter DJ, Remixer und Produzent und veröffentlichte als Tomboy mehrere Platten. Gitarrist Jeppe Kjellberg spielte früher in avantgardistischen Jazzbands und hat einen Abschluss des Kopenhagener Konservatoriums in der Tasche und Bassist Tomas Hoffding war zuvor im Garagenrock zuhause. Diese mannigfaltigen Einflüsse hört man dem Klangwerk des Trios natürlich an: da quietscht psychedelischer Gesang im Falsett neben Indie-Discosounds, dazu schrammelt die Gitarre, es dröhnt der Bass und doch ist alles präzise aufeinander abgestimmt. Live treten die Dänen gern in skurrilen schwarz-weißen Outfits auf und liefern Performances mit jeder Menge Power. Im März 2012 ziehen die drei durch die deutschen Clubs.