Die an der Mannheimer Popakademie entstandene Band The Intersphere knüpft mit "Hold On, Liberty!" nahtlos an ihren vorherigen Longplayer an. Thomas Zipner (Gitarre), Christoph Hessler (Gesang, Gitarre), Moritz Müller (Drums) und Sebastian Wagner (Bass) überzeugten schon Anfang 2010 mit "Interspheres >< Atmospheres" durch brillantes Songwriting, geradezu umwerfend facettenreichen, dynamischen Sound und tiefgründige Texte. In den letzten zwei Jahren hat das Quartett diese Fähigkeiten noch weiter ausgebaut und darf ohne Hemmungen in einem Atemzug mit Größen wie Incubus, Dredg oder Muse genannt werden. Wie schon beim Vorgänger fällt es schwer, einzelne Songs als Highlights zu nennen, da das Werk gerade in seiner Gesamtheit dazu einlädt, sich ganz dem Fluss der Musik zu überlassen. Da die Jungs die Platte innerhalb von nur sieben Tagen live im Studio eingespielt und auf (unnötige) Studio-Weichspül-Effekte verzichtet haben, gilt das für das neue Werk sogar noch stärker als für den Erstling. Wer auf gelungene Kontraste aus brachialen und soften Klängen steht, sollte sich The Intersphere auf jeden Fall zu Gemüte führen.
Kreischend, bettelnd, klagend - wütend knallt einem Sänger Jordan Dreyer um die Ohren, was manchmal nicht leicht zu schlucken ist: Leben ist nichts für Weicheier, nicht immer bunt und lustig. Leben tut weh. Und doch: keine Spur von Resignation. Die Post-Hardcore-Band ist trotz aller Wut musikalisch immer perfekt. Bei La Dispute treffen tighte Gitarrenriffs unumwunden auf wummernde, überbordende Drums. Das im November erschienene Album "Wildlife" wird als logische Konsequenz von Fans und Kritikern gleichermaßen gefeiert. Wer das Quintett im Januar live auf Clubtour erleben möchte, sollte sich beeilen: zwei von vier Terminen sind bereits ausverkauft.