Die Battles machen keine Musik für Chaoten. Die Songs des New Yorker Trios, das mit "Gloss Drop" bereits sein zweites Album veröffentlicht, sind berechenbar und dennoch so zum Bersten mit unterschiedlichen Klangeindrücken gefüllt, dass man kaum weiß, wo man zuerst hinhören soll. Math Rock nennt sich das – und da sage noch einer, Mathe sei langweilig. Der Opener "Africastle" lockt mit sanft wogenden Synthies und reduzierter Melodie. "Ice Cream" – eines der vier Stücke auf der Platte mit Gesang - nutzt die Stimmakrobatik von Gastsänger Matias Aguayo, um einen Ausflug Richtung Dancehall zu unternehmen. "Inchworm" weckt die Lust, irgendein Jump ‚n’ Run" auf dem Computer anzuschmeißen. "Dominican Fade" lässt "Traumschiff"-Flair aufkommen. Bei "Wall Street" und "My Machines" dominieren druckvolle Drums. Hier merkt man deutlich, dass der Mann an den Fellen – John Stanier, der einst bei Helmet die Sticks schwang – sich auch im Rock zuhause fühlt. Die Rechnung geht auf.
Skrillex (bürgerlich: Sonny Moore) stand von 2003 bis 2007 bei der Post-Hardcore-Band From First To Last am Mikro, bis der damals erst 19-Jährige entschied, eigene Wege zu gehen. Seitdem widmet sich Moore einer eindringlichen Mischung aus Punk, Glitch und Dubsteb, die der US-Amerikaner selbst "Complextro" getauft hat. Aktuell macht er mit dem Song "Narcisstic Cannibal" von sich Reden, den er für das neue Korn-Album "The Path Of Totality" produziert hat (V.Ö. 02.12.11). Im Frühjahr tourt er durch die Clubs in Hamburg, Berlin, Köln, Stuttgart, München und Frankfurt.