Würde man einem Außerirdischen die gesamte Historie und Bandbreite der britischen Populärmusik in einer Stunde nahebringen wollen, "One Thousand Pictures", das zweite Album von Pete And The Pirates wäre das ultimative Geschenk für dessen Flug durch die Galaxien. Hier treffen Maximo Park-Grooves ("Motorbike") auf dunkle Editors-Stimmungen ("Shotgun"). Hippieske Harmonien ("Cold Black Kitty") wechseln sich mit euphorisch-sonnigem Indie-Rock im Stile der vielen The-Bands ab ("Little Gun"), und die 80er zeigen ihr elektronisches Gesicht mal a lá Talking Heads ("Come To The Bar"), mal im klassischen Synthie-Sound ("Winter"). Dass dies nicht geklaut sondern wie aus einem Guss klingt, ist dabei die wohl größte Leistung von Thomas Sanders (Gesang), Pete Hefferan (Gitarre, Gesang), David Thorpe (Gitarre), Pete Cattermoul (Bass, Gesang) und Jonny Sanders (Schlagzeug). Alle auch nur irgendwie Indie-Interessierten sollten Peter und seine Piraten daher auf jeden Fall abchecken.
Dinosaur Jr und Sonic Youth sind nicht die schlechtesten Referenzen für eine Indie-Rock-Band. Und legt man melancholische Noise-Popsongs wie "Rubber" zu Grunde, verdienen Yuck diese Lorbeeren definitiv. Den Kern des Londoner Quartetts bilden die Ex-Mitglieder der Cajun Dance Party Daniel Blumberg und Max Bloom. Ihr gleichnamiges Debütalbum kam im Februar 2011 auf den Markt und wurde im September mit einer B-Sides-Collection rereleased. Yuck sind noch bis in den Dezember hinein auf Tour in Deutschland.