Die Killer-Grooves knarzen wieder. Nach seinem Elektropunk-Projekt Bratze kehrt Norman Kolodziej aus Rendsburg mit seinem Hauptprojekt Der Tante Renate wieder auf die Dancefloors zurück. "H4xX02" (sprich: Häcker) ist sein viertes Album, und Norman mixt sich im Four-To-Floor-Style a lá Justice ("Rolls Royce") durch Mike Hammers Miami Vice-Synthies ("Seconds", "Survive All Warnings"), anarchische Atari Teenage Riot-Attitüde und allerlei Elektro-Sounds. Die Single "Beast" baut sich schier monströs vor dem Hörer auf, während "Street Sports" einen astreinen Breakdance-Beat aufs Parkett legt. Bei allem munteren Mixen klingt das ganze Album wie aus einem Guss. Durchtanzbar, als Autobahn-Begleitung oder auch durchspielbar als Shooter-Soundtrack, "H4xX02" killt.
Seit 1996 transportieren Zebrahead melodischen Pop-Punk- Rap mit Funkeinflüssen aus dem Orange County in die weite Welt. Eigentlich besaßen die fünf Jungs, deren familiäre Wurzeln von Schweden über philippinisch-deutsch bis zum Iran reichen, keinerlei Kontakt zur Musikbranche. Ein glücklicher Zufall bei einem winzigen Konzert brachte den multikulturellen Sound nach Japan und füllte dort Hallen mit 50.000 Mann. Zebrahead wollen nun auch das Herz Europas mit ihrer Philosophie erreichen: "Unsere Texte handeln davon, man selbst zu bleiben und Spaß zu haben." Auf der diesjährigen Tour zu ihrem neuen, dreizehnten Album "Get nice", das am fünften August in Europa veröffentlicht wurde, wird genau das ausgelebt.