Die Finnen von Rubik haben ihr drittes Album "Solar" ironischerweise in einem fensterlosen, würfelförmigen Raum aufgenommen. Das Quartett hat also jegliche Ablenkung ausgesperrt, um sich mit ganzer Kraft der Musik zu widmen. Entstanden ist so ein getragenes Indie-Pop-Werk, das gelegentlich mit sympathischen Verrücktheiten überrascht. So begrüßt einen schon das Intro mit militärischen Posaunenklängen. Die branden dann allerdings übergangslos in den 80er-Popkosmos von "World Around You", dessen dumpfe Synthie-Beats ganz klar auf der Tanzfläche zuhause sind. "Storm In A Glass Of Water" beherbergt ein eigentlich rockiges Gitarrenriff, das, auf der Akustischen gespielt, einen ganz anderen Dreh erhält. "Laws Of Gravity" glänzt mit einem druckvollen Schlagzeug, klingt aber auch wieder von den Achtzigern inspiriert. Das finale "The Dark Continent" nimmt schließlich die Posaune aus dem Intro wieder auf und präsentiert sich als episch-opulentes Resümee alles zuvor Gehörten.
Die Prog-Pioniere von Opeth lassen sich von Genre-Grenzen nicht aufhalten. Bereits seit 1990 vermengen die Schweden ihren Death Metal hemmungslos mit Elementen aus Classic Rock, Progrock, Folk und sogar Jazz. Am 16. September 2011 veröffentlicht das Quartett mit "Heritage" das zehnte Album der Bandgeschichte, zu dem Frontmann Mikael Akerfeldt erklärte: "Es fühlt sich an, als hätte ich darauf hingearbeitet, für ein Album wie dieses zu schreiben und daran mitzuarbeiten, seit ich 19 war." Das Resultat zeigen Opeth dann auch im November und Dezember live bei fünf Clubkonzerten in Deutschland.