Indie-Rock im Stile der Libertines oder Mando Diao funktioniert auch mit deutschsprachigen Texten wunderbar. Das bewiesen Auletta mit ihrem Debüt "Pöbelei & Poesie". Mit dem Nachfolger "Make Love Work" setzen die Mainzer diese Linie fort, auch wenn in einigen Songs auf englische Wortfetzen zurückgegriffen wird. Und so stehen neben eingängigen, tanzbaren Melodien und Beats auch immer wieder die Texte im Vordergrund. Das fängt schon beim Opener "Gold" an, mit dem Sänger Alex Zwick den Hörer aus dem "Zweifarb-Wochentag" reißt und ihm perfekte Tage mit Bildern aus Gold schenkt. Auch Wortspielereien wie "Eigentlich bist du eigen – eigentlich so wie ich" (aus "Alles Was Ich Bin") dürften auf Englisch eher schwer umzusetzen sein. Anspielungen auf bekannte Filme oder Songs fehlen natürlich auch nicht. So heißt es im Titeltrack "Komm renn der Sonne entgegen / Geh nicht in die Knie / Was spricht dagegen – unser Morgen stirbt nie" und dass der Songtitel "Lass die Guten Zeiten Rollen" keine Eigenkreation ist – offensichtlich. Das Album steckt voller Energie und enthält nicht einen einzigen negativ nachhallenden Song. Für passionierte Zuhörer und Tanzfreudige ein perfektes Sommeralbum.
Warme Singer/Songwriter-Melodien, Country- und Kammerpop-Anleihen. Die norwegische Liedermacherin Ane Brun lässt sich nicht so einfach in eine Genreschublade einordnen. Ein Erfolgsrezept. Schließlich hat die 35-Jährige einst als einfache Straßenmusikantin angefangen. Inzwischen kann sie nicht nur mehrere Grammy-Nominierungen auf ihrem Erfolgskonto verbuchen, sie besitzt mit "DetErMine Records" (zu deutsch: "Das sind meine Platten") auch noch ihr eigenes Label und wird von der Musikpresse auf der ganzen Welt gefeiert.