Hardcore, Metal und Hardrock: Wolves Like Us prügeln bereits im treibenden "Late Love"-Opener "Burns Like A Paper Rose" die gesamte Bandbreite ihrer selbstgenannten Einflüsse brutal durch die Boxen. Vertrackte Gitarren-Grooves treffen auf ein bewährtes Vocal-Wechselspiel aus aggressiven und melodischen Parts, immer wieder gesprengt von straighten Abgeh-Tunes ("We Speak in Tongues", "Shiver In The Heat"). Dass die zehn Debütsongs trotz tödlicher Tempi-Wundertüte wie aus einem Guss in Magen, Genick und Beine dringen, liegt an der reichhaltigen Erfahrung von Shouter Lars Kristensen und Co. So malträtierten die vier Norweger unter anderem bei Kombos wie Amulet, Infidels Forever oder Silver die Instrumente. Als Referenz für den stimmigen Sound fallen oft die Namen Alexisonfire oder Boysetsfire, Wolves Like Us selbst graben jedoch tief in den 90ern. "Bands wie Quicksand bedeuteten uns wirklich sehr viel und wir wollten diesem Einfluss Tribut zollen", offenbarten sie helldriver-magazine.de. Und das ist Ihnen mehr als gelungen, die mächtige Hardcore-Schlusshymne "To Whore With Foreign Gods" fegt die letzten Zweifel endgültig aus den Gehörgängen.
Der aus dem US-Bundesstaat Wisconsin stammende Justin Vernon gründete 2006 die Indie-Singer-Songwriter-Band Bon Iver. Bei dem Bandnamen handelt es sich um eine Ableitung des französischen Worts "Bon Hiver", was übersetzt "Guter Winter" heißt. Vernons Lieder sind geprägt von seiner charakteristischen Stimme, die Schwermütigkeit und Heiterkeit verbreiten, genauso wie der Bandname es im vornherein schon andeutet. "For Emma, Forever Ago", das erste Album Bon Ivers, entstand in völliger Einsamkeit und Abgeschiedenheit der Wildnis. Für das Nachfolge-Album "Bon Iver, Bon Iver" verschanzte sich Vernon erneuert, doch dieses Mal nahm er seine Band mit ins Studio und überraschte damit jegliche Kritiker.