Ein neuer Stern am Pop-Himmel? Wer Gold im Bandnamen trägt und sein Debütalbum ganz prätentiös einfach mal mit "Juwel" betitelt, der scheint sich schon etwas weit aus dem Fenster zu lehnen. Aber wer sich so sehr wie die vier Ruhrpottperlen von Frida Gold dem Pop verschrieben hat, darf das! Immerhin haben Sängerin Alina und Gitarrist Julian Popularmusik studiert und die Zukunft von Frida Gold in die erfahrenen Hände der Popakademie Mannheim gelegt. Das Motto der Band "Pop all the way” ist glitzernder Fixstern des Erstlingswerks "Juwel": hier treffen eingängige Beats auf leicht verdauliche Lyrics, die schnell in die Beine und Ohren gehen ("Zeig mir wie du tanzt", "Wovon sollen wir träumen?") und schon die TV-Produzenten auf den Plan riefen. Die Power-Nummer "Wovon sollen wir träumen?" liefert die musikalische Untermalung der Fußball-Frauen-WM und ist damit inoffizielle Hymne des Sommerspektakels. Aber Frida Gold können auch anders: bei "Aufgewacht" schaltet die Band einen Gang zurück und lässt den zuckerwatteähnlichen Gesang von Sängerin Alina bedächtig aus den Lautsprechern schallen.
Wenn sechs Dänen ausziehen, um der Welt das Fürchten zu lehren…den Namen Kellermensch verbindet man mit schauerlichen Gestalten, die mit langen Fingernägeln und schmutzverkrusteten Fratzen in dunklen Gewölben hausen. Doch eigentlich ist es noch gruseliger: Denn das Sextett verbindet dunkle Klänge mit Streichern, Piano und einer Hammond-Orgel und vereint das scheinbar Unvereinbare: Indie-Rock trifft auf Metal. Und selbst das düstere Dröhnen von Sänger Christian Sindermann wird von Zeit zu Zeit von einem melodiösen Gesangsteppich aufgesogen, um gleich wieder von vorne wütend loszubrettern. Eine unheimliche Mischung, aber eine sehr interessante.