Der Liebeskummer trieft aus den Boxen. Der Herzschmerz ist greifbar, ein wenig Leid, ein wenig Kampf ist immer dabei. Liebe tut weh und braucht keine komplizierten Worte. Alles ist ganz einfach. Will sie dich, kämpfst du für sie bis aufs Blut. Will sie dich nicht, singst du ein paar Lieder über gebrochene Herzen und unerreichbare Zimmer. Und überhaupt, mit ein wenig gutem Willen und echter Kameradschaft lässt sich alles leichter erreichen. "Gossenpoesie" nennen die beiden Bandmitglieder Hagen Stoll und Sven Gillert ihren erdigen Musikstil. Und die Muse hat die beiden Ostberliner offenbar kräftig geküsst, schließlich debütierten sie direkt mit einem Doppelalbum. Und noch dazu mit einem, dass sich umgehend in den Top 10 der Albumcharts platzieren konnte. Der erste Teil, "Schlicht" präsentiert sich dabei eher rockiger, während sich auf dem "ergreifenden" Teil die rauen Stimmen der zwei Musiker an sanfte Akustik-Klänge schmiegen.
Eingängige Hooks und mitreißende Rhythmen, das Ganze eingebettet in eine Mischung aus Ska, Funk, Hip Hop, Rock, Latin und Funk. Bei The Cat Empire wird es vielleicht einiges, aber sicher nicht langweilig. Australiens derzeit wohl angesagteste Funkband ist auf dem Vormarsch. Nach der Veröffentlichung ihres vierten Studioalbums "Cinema" im Juni 2010 und der zugehörigen Tour kommt das Sextett aus Down Under im November endlich wieder nach Deutschland.