Jurojin ist der Name des nach dem taoistischen Glauben in China und Japan verehrten Gottes der Langlebigkeit. Ob die britische Alternative-Rockband diesen Namen gewählt hat, um zu verdeutlichen, dass sie zeitlose, langlebige Songs schaffen möchte? Beim Anhören ihres Debüts "The Living Measure Of Time" kein abwegiger Gedanke. Das Album überzeugt mit Anleihen an zahlreiche Genres von Progressive- und Hardrock über Folk und World Music bis hin zum Jazz, die so gekonnt zusammengefügt sind, dass daraus etwas ganz einzigartiges Neues entsteht, das sofort haften bleibt. Ob wie bei "Proem" und "The Equinox" die Tabla, ein indisches Schlaginstrument, den Sound auflockert und exotisches Flair versprüht, oder wie bei "The Liar" jazzige Elemente die Hardrock-Grooves aufmischen, Jurojin haben es geschafft, dass jeder einzelne Song auf dem Album über das gewisse Extra verfügt und man sich am Ende der leider nur sieben Stücke umfassenden Platte nur eines fragt: "Schon vorbei?"
Dub, Jazz, Reggae, Roots, Rhythm & Blues, Techno – Fat Freddy’s Drop stecken nicht in einer Schublade, sie bewohnen gleich eine ganze Schrankwand. Das neuseeländische Musiker-Kollektiv überzeugt mit satten Grooves und gechillten Dub-Sounds, die auf Platte relaxed und locker daherkommen. Live wird dann tief in die Improvisations-Kiste gegriffen und der volle Party-Sound ausgepackt, so dass man unmöglich im Voraus sagen kann, wie die bekannten Songs sich letztendlich auf der Bühne anhören. Eins ist aber klar – Spaß ist garantiert.