Fran Healy ist kein unbeschriebenes Blatt. Als Sänger und Haupt-Songwriter der schottischen Erfolgsband Travis, die Größen wie Coldplay oder Keane erst den Weg ebnete, hat sich der Wahl-Berliner längst einen Namen gemacht. Mit "Wreckorder" beweist er nun, dass er auch solo immer den richtigen Ton trifft. Natürlich hört man deutliche Travis-Anklänge: das eingängige "Buttercups" etwa oder der hier zum Download bereitstehende Song "Holiday". Gleichzeitig beschreitet er mit seinem Solo-Debüt ganz eigene Wege. Warm klingende Instrumente tragen einen durch das gesamte Werk, so dass man sich zwangsläufig in einer verrauchten Bar wähnt. Nicht zuletzt wird "Wreckorder" dank der Koops mit anderen Künstlern einzigartig. So wie bei "Rocking Chair", einer intensiven Ballade über das Altern, zu der Tom Hobden von Noah And The Whale die Violine beisteuerte. Oder dem Song "As It comes", dessen Bass-Lines von keinem Geringeren eingespielt wurden als Ex-Beatle Paul McCartney.
White Lies schossen mit ihrem Debüt "To Lose My Life..." 2009 direkt an die Spitze der britischen Albumcharts. Die Alternative-Rock-Band heimste bei allen Kritikern Lob ein. Vergleiche mit Interpol oder den Editors wurden schnell gezogen. Mit seinem im Januar 2011 erschienenen Zweitwerk "Ritual" hat sich das Trio in eine etwas weniger schwermütige Richtung entwickelt. In den neueren Songs der Briten kommen verstärkt elektronische Hilfsmittel zum Einsatz, soundmäßig sind Anklänge an Depeche Mode und Tears For Fears zu finden. Auch live weiß das neue Signing von Fiction Records (Snow Patrol, Kate Nash) jederzeit zu überzeugen - sicher auch bei der kommenden Tour.