Manchmal ist es schön, wenn eine Band mit ihrer Musik ganz offensichtlich ein bestimmtes Ziel verfolgt. Bei Royal Republic heißt dieses Ziel eindeutig: "einfach Spaß machen". Keine hochtrabenden, (pseudo-)psychologischen Texte, keine Schmachtfetzen, keine Aggressionen. Auf "We Are The Royal", dem Debüt der Schweden, schlägt einem ganz einfach handfester Party-Rock entgegen, der mal an Franz Ferdinand, mal an Danko Jones erinnert und ab und an mit einer Prise Monster Magnet aufwartet. Die Songs gehen vom gerade eineinhalb Minuten langen Opener "The Royal" bis zum letzten Akkord des abschließenden "OiOiOi" ausnahmslos sofort ins Ohr und verführen den Körper zu rhythmisch zuckenden Bewegungen. Perfekt zum Nacht durchmachen, Abfeiern und Tanzen.
Was passiert mit einem Fußballer, der auf dem Platz mehr über Velvet Underground nachdenkt als über Tore? Richtig - er wird gefeuert. Im Fall von James Allan, seines Zeichens Sänger von Glasvegas, ein echter Glücksfall. Der Rauswurf motivierte den ehemaligen Stürmer, sich ganz der Musik zu widmen. Und so avancierten die Glasgower innerhalb kürzester Zeit zum Liebling von NME und Co. und machten bei Support-Shows für Muse und U2 von sich Reden. Im März spielen Glasvegas hierzulande drei Clubshows, um ihr neues Album "Euphoric /// Heartbreak" zu promoten.