Der Name ist Programm - auf seinem zweiten Longplayer stellt Produzent Oliver Koletzki sensibel erzählte Geschichten aus der Hauptstadt in den Vordergrund. Mal verrucht-sexy wie beim Song "Zuckerwatte", den Sängerin Juli Holz beherzt ins Mikro haucht, mal mit eingängigen Bildern wie bei der Single "U-Bahn", für die er sich Axel Bosse ans Mikro holte. Doch nicht nur die unterschiedlichen Gaststimmen machen den Reiz des Albums aus und sorgen für Abwechslung. Gekonnt lässt das Werk die Grenzen zwischen Techno, House und Pop verschwimmen und beweist vor allem eins: Träumerei und Tanzbarkeit können Hand in Hand gehen. Es braucht nur jemanden, der sie mit Fingerspitzengefühl vereint.
Tusq haben sich erst 2009 zusammengefunden, doch die Bandmitglieder sind alles andere als grün hinter den Ohren. Schließlich blicken sie auf einen reichen Erfahrungsschatz zurück, den sie sich in Bands wie Schrottgrenze, D-Sailors, Herrenmagazin und The Coalfield angeeignet haben. Im Frühjahr 2010 feilten die vier Jungs mit Produzent Jürgen Hendlmeier in Finnland an ihrem Debütalbum. Einen kleinen Eindruck von der Aufnahme-Session gibt es im Video der Woche. Viel Vergnügen!