Lapko zeichnen sich nicht durch überbordende Produktivität aus. Nach fast 14 Jahren Bandgeschichte ist "A New Bohemia" (VÖ 12.03.) erst der vierte Longplayer der Alternative-Rocker. Doch Gutes braucht eben seine Zeit zum Reifen. So bietet das neue Werk alles, was das Herz des Rockfreundes begehrt. Metal- und New Wave-Elemente sind unterlegt mit Riffs, die haften bleiben. Darüber thront Sänger Maljas zeitweilig fast feminin anklingende Stimme. Vom treibenden Opener "I Don’t Even Kill" über das opulente "I Shot The Sheriff" (das mit Bob Marleys Stück wirklich nur den Titel gemein hat) bis zum melodiösen, nachdenklichen "Share Today" bietet die Scheibe elf druckvolle, sauber arrangierte Songs – nicht nur, aber auch für Fans von Placebo, Mew oder Tool, mit denen die Finnen gern verglichen werden.
Mit klassischer Instrumentierung, epischen String- und Pianoarrangements, zerbrechlichen Melodien und emotional tiefgehendem Songwriting weiß der erst 21-jährige isländische Musiker und Komponist Olafur Arnalds immer wieder aufs neue zu begeistern. Ein Grenzgänger zwischen Indie und Klassik. Atemberaubend schön.