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Vorhang auf: Sine Amplitude bei eventim.de

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    Sine Amplitude
      5 Sterne, aus 1 Fan-Report
  • DORTMUND - Paulus Kirche

    21.05.16

    Laut, ruhig, rockig, progressiv und und und … von Wolfgang Brunner, 23.05.16
    Die junge Band „Sine Amplitude“, bestehend aus Tastenzauberer Torsten M. Abel, Gitarrist Martin „Martinson“ Rohleder und Drummer Andreas Aulke, benötigten weniger als eine halbe Minute, um die Zuschauer und -hörer in ihren Bann zu ziehen. „Hypnotised“ lautet auch passenderweise der Titel ihres ersten Albums, das sich zwar die ersten Male ganz passabel anhört, aber erst nach mehrmaligem Hören ihre ganze musikalische und kompositorische Bandbreite entfaltet. Schon nach dem ersten Song ist klar, dass sich die drei Vollblutmusiker bestens verstehen, sowohl auf musikalischer wie auch auf privater Ebene. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die drei ein astreines, professionelles Konzert auf die Beine stellten, dass sich sehen und hören lassen kann. Man hörte immer wieder, dass Raum für Live-Interpretationen gelassen worden sind, die auch von allen drei Musikern ausgenutzt wurden, aber im Gesamtbild bekam man perfekte Musik zu hören. In der Elektronik-Musik-Szene sucht man schon seit Jahren nach neuen Wegen, bleibt der Berliner Schule und der Ambientschiene zwar irgendwie treu, möchte aber neuen Wind in das Genre bringen. Es scheint, dass es nun „Sine Amplitude“ gelungen ist, einen perfekten Weg – sozusagen eine perfekte Gratwanderung zwischen elektronischer Musik und Rock – zu finden. Aber es ist mehr, was in den Klängen steckt: Klassische Berliner Schule, Ambient, Trance, ein klitzekleiner Teil von annehmbarer Technomusik gesellen sich zu Rock, Progressive Rock und jammernden Gitarren a la Pink Floyd. Dazu kommt das echte Schlagzeug, das einfach den Faktor von „Handmade“-Musik unterstreicht. Sicherlich kommt der ein oder andere Sound aus der Konserve, aber das ist bei weitem nicht das Programm, das „Sine Amplitude“ auf der Bühne abliefert. Da wird gerockt und gechillt. Die Bandbreite ist groß und dadurch kommt niemals Langeweile auf, denn man weiß einfach nicht, was einen als nächstes erwartet. Auffallend ist, dass sich keiner der Musiker in den Vordergrund stellt. Alle sind gleichwertig an der Musik beteiligt, nie wird man von einem Instrument (die Solos natürlich ausgenommen) „erschlagen“. Alles fügt sich zu einem kompositorisch ausgewogenen Gesamtbild, was wohl genau dadurch den Effekt einer optimalen Genremixtur ergibt. Nach der Pause stieß noch ein Gastmusiker, der Bassist Peter Brenneken, zur Band und vervollständigte das musikalische Bild. Eine vortreffliche Bereicherung der Show waren die hervorragend auf die Songs abgestimmten Videos, die auf einer Leinwand hinter dem Schlagzeuger abgespielt wurden und die Emotionen der Lieder geradezu perfekt unterstrichen. Aber diese Bebilderung war nie aufdringlich, so dass man nie von den Aktivitäten der Bandmitglieder abgelenkt wurde. Besonders kam dieses „Hilfsmittel“ bei dem ruhigen Song „Childrens Eyes“ zu Geltung, wo man bei sphärischen Klängen in die Augenpartie unzähliger Kinder blickte. Aber auch bei „Hypnotised“, dem Titelsong der CD, läuft ein mitreissendes Video im Hintergrund, das derart perfekt zum Lied passt, das es schon fast unheimlich ist. Und spätestens bei diesem Song kann keiner der Zuschauer und -hörer mehr still sitzen. Abel sorgt für Stimmung, klatscht in die Hände, tanzt auf der Bühne und reißt das Publikum mit. Das hat was, vor allem, wenn man sich vor Augen führt, dass von einem sogenannten Elektronik-Konzert gesprochen wird. „Sine Amplitude“ rockt … und das gewaltig! Und dennoch werden die ruhigen und sphärischen Klänge, die man aus der klassischen Elektronik-Musik-Szene kennt, nicht vernachlässigt. Als erstes Lied der Zugabe wurde ein bislang unveröffentlichtes Stück namens „Aureus Lumen“ gespielt, das Bestandteil einer Zusammenarbeit zwischen Torsten Abel und meiner Wenigkeit ist. Ich bin da wohl ein wenig voreingenommen, weil es meine Person (Wolfgang Brunner - Autor) und unser gemeinsames Projekt betrifft, aber ich komme einfach nicht umhin, zu erwähnen, dass ich Gänsehaut bei diesem Song bekommen habe. Keyboarder Abel nimmt am Piano Platz und beginnt eine wunderbare Melodie, die schon bald von Martin Rohleder begleitet wird. Bei diesem Song könnte man fast meinen, David Gilmour stünde auf der Bühne. „smile“-Emoticon Und wieder einmal unterstreicht dieses Lied, wie wandlungsfähig die Musiker sind. Laut, ruhig, rockig, progressiv und und und … Diese Musik verschiedener Genres vermischt sich zu einem eigenen, speziellen Genre und macht einfach unglaublichen Spaß und … macht süchtig. Man möchte einfach mehr davon und kann nur hoffen, dass ein zweites Album folgen, und vor allem nicht lange auf sich warten lassen, wird.